Für eine kleine, planbare Tour kann ein ferngesteuerter Mäher ausreichen. Ein Betrieb mit mehreren Teams, wechselndem Bewuchs und verstreuten Flächen muss andere Fragen klären: Welche Aufträge brauchen einen ferngesteuerten Mäher? Wann kann er zwischen den Einsatzorten wechseln? Was passiert bei einem Ausfall? Die Fuhrparkplanung beginnt mit den Aufträgen.
Aufträge vor der Fuhrparkgröße planen
Listen Sie regelmäßige Pflegeflächen und Einzelaufträge auf. Erfassen Sie Mähfläche, vorherrschenden Bewuchs, Hangwinkel, Untergrund, enge Tore, Hindernisse über der Maschine, Unbeteiligte, örtliche Vorgaben, Entfernungen und saisonale Einsatzfenster. Trennen Sie geeignete Aufgaben von Arbeiten, die sich besser mit Traktoren, Freischneidern oder Nullwendekreismähern erledigen lassen. Fotos und beworbene Hangwerte ersetzen keine Begehung. Maßgeblich sind die Aufgabe und die Anleitung der gelieferten Maschine.
Berücksichtigen Sie saisonale Veränderungen. Eine trockene, lichte Wiese im Juli kann im Oktober nass und mit hohem, verfilztem Bewuchs bedeckt sein. Wer das vorab erfasst, kann geeignete Einsatztage, zugelassene Geräte und passende Transporte planen.
Aufträge nach Einsatz und Maschine gruppieren
Obstbaumreihen, breite Böschungen und enge Uferbereiche auf Betriebsgeländen stellen unterschiedliche Anforderungen an Zufahrt und Arbeitsablauf. Gruppieren Sie ähnliche Flächen und prüfen Sie für jede Gruppe Schneidsystem, Maschinenbreite, Antrieb und Anhänger. Nutzen Sie den Vergleich des MERI-Modellprogramms als Einstieg für technische Fragen. Prüfen Sie die Eignung auf dem jeweiligen Gelände separat.
Die Standortgruppen helfen auch bei der Personalplanung. Setzen Sie Personen ein, die für die konkrete Maschine und die Bedingungen geschult sind. Dienstalter allein belegt diese Eignung nicht.
Den gesamten Arbeitstag einrechnen
Die reine Mähzeit ist nur ein Teil der bezahlten Tour. Erfassen Sie Fahrt, Be- und Entladen, Begehung, Beseitigung von Hindernissen, Sicherheitsunterweisung, Tanken oder Laden, Reinigung und technische Kontrollen nach dem Einsatz. Nutzen Sie eigene Auftragsdaten für die Tagesleistung. Prospektwerte lassen sich nicht direkt auf enge Tore, steile Übergänge und häufige Stopps übertragen. Bei engem Zeitfenster können bessere Touren oder ein zusätzliches Zugfahrzeug mehr bringen als ein breiteres Mähwerk.
Planen Sie auch Pausen und den Wechsel der Bediener. Ferngesteuertes Mähen erfordert Konzentration. Ausreichende Erholung hilft, Sichtkontakt zu halten und Gefahren im Gelände laufend zu beobachten.
Wetter und Zufahrten einplanen
Nasser Lehmboden, dichter Morgennebel, Gewitter, Veranstaltungen oder Straßenverkehr können Arbeiten kurzfristig unterbrechen. Legen Sie einen Ausweichtermin je Kundentour und klare Abbruchkriterien fest. Die Grenzen der Betriebsanleitung gelten auch bei Termindruck. Benennen Sie, wer Änderungen freigibt und wie Kunden informiert werden.
Prüfen Sie die Wettervorhersage vor der Abfahrt. Macht Starkregen einen Lehmhang rutschig, können Sie das Team rechtzeitig für Pflegearbeiten auf flacherem Gelände einteilen und unnötige Anfahrt vermeiden.

Transport für jede Tour planen
Erfassen Sie Gewicht und Maße der gelieferten Ausführung sowie Anhänger, zulässige Nutzlast des Zugfahrzeugs, Rampen und zugelassene Zurrmittel. Prüfen Sie, wo das Team ohne Verkehrsbehinderung entladen kann und ob die Maschine durch die engste Einfahrt passt. Ein guter Plan scheitert, wenn zwei Teams gleichzeitig denselben schweren Anhänger oder Fahrer brauchen. Prüfen Sie jede Fahrt anhand unserer Transport-Checkliste .
Beachten Sie die örtlichen Vorgaben für gewerbliche Anhängerfahrten, insbesondere Gesamtzuggewicht, Bremsen und Kupplungslast. Ein überladener Anhänger birgt im öffentlichen Straßenverkehr erhebliche Haftungsrisiken.

Zeit für Wartung reservieren
Planen Sie Kontrollen, Flüssigkeitsprüfungen und Wartung nach den Unterlagen der gelieferten Maschine und ihres Motors. Erfassen Sie Betriebsstunden, Störungen, Ersatzteile und Stillstand. Klären Sie, welche Schlegel, Riemen oder Filter Sie vor Ort lagern und welche Reparaturen autorisierten technischen Service erfordern. Vermeiden Sie pauschale Verfügbarkeitszusagen oder gleiche Wartungsintervalle für unterschiedliche Ausführungen. Unser Leitfaden zum Wartungsprotokoll hilft, Betriebsdaten für spätere Kaufentscheidungen festzuhalten.
Wartungsprotokolle dokumentieren die Vorgeschichte bei Garantieprüfungen oder Kundengesprächen. Ob ein Garantiefall vorliegt, wird gesondert geprüft.
Fuhrparkplanung im Überblick
| Planungsfrage | Benötigte Angaben | Welche Entscheidung davon abhängt |
|---|---|---|
| Wo arbeitet die Maschine? | Gemessene Hangwinkel, Bewuchs und lichte Torbreite | Maschinenausstattung und Mähverfahren |
| Wann kann sie arbeiten? | Vertragliche Zeitfenster, Entfernungen und örtliches Wetter | Tourenfolge und Zeitpuffer |
| Wer bedient sie? | Schulungsnachweise und tägliche Verfügbarkeit | Personaleinsatz und Aufsicht |
| Wie wird sie transportiert? | Nutzlast, Anhängerdaten und zugelassene Ladeverfahren | Zuteilung der Transportmittel und Tourenplanung |
| Was passiert bei Ausfall? | Werkstattkapazität, Ersatzteilverfügbarkeit und Ausweichverfahren für Aufträge | Notfallplanung für den Betrieb |
Engpass vor der Erweiterung prüfen
Wenn Aufträge liegen bleiben, suchen Sie zuerst die Ursache: unpassende Ausstattung, zu wenige geschulte Bediener, fehlende Anhänger, schlechte Tourenplanung, schwierige Zufahrten oder zu viel Wartungsstillstand. Testen Sie andere Zeiten oder Touren, bevor Sie in einen weiteren Mäher investieren. Prüfen Sie neue Ausführungen bei einem kontrollierten Einsatz auf repräsentativem Gelände und dokumentieren Sie die Ergebnisse. Entscheidend ist ein Fuhrpark, der Aufträge sicher und verlässlich abarbeitet.
Beziehen Sie Bediener ein. Oft finden sie einfache Lösungen, etwa eine andere Ladereihenfolge oder mehr Zeit zwischen weit auseinanderliegenden Flächen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele ferngesteuerte Mäher braucht ein Landschaftspflegebetrieb?
Die Zahl ergibt sich aus den dokumentierten Aufträgen, gemessenen Arbeitszeiten, verfügbaren geschulten Teams, dem Transport und den Ausweichmöglichkeiten bei Wartung oder Ausfall.
Kann ein Modell alle gewerblichen Aufträge abdecken?
Nur wenn die konkrete Ausstattung und die Begehung aller Einsatzorte das stützen. Unterschiede bei Hangneigung, Boden und Zufahrt können andere Maschinen oder Mähverfahren erfordern.
Sollten Herstellerangaben zur Flächenleistung die Fuhrparkgröße bestimmen?
Planen Sie mit Messwerten aus repräsentativen, sicher durchgeführten Einsätzen in Ihrer Region. Rechnen Sie auch Nebenzeiten für Verladen und Fahrt ein.